Urlaub?

Da denkt man: nur noch paar Tage arbeiten, insgeheim zählt man schon noch verbleibende Stunden und dann kommt der Tag X. Tatsächlich Urlaub. 4 Monate mit kompletten 6 Tage Wochen liegen hinter einen. Man denkt: or nö jetzt ausruhen, rum gammeln, mal nix machen…..naja man denkt.

Während Shriman noch ein paar Tage ran muss, bin ich seit Montag zu Hause. Aber nix da mit rumgammeln. Gestern verbrachte ich Stunden bei der Ausländerbehörde um Shrimans vorläufigen Aufenthaltstitel abzuholen, denn er muss ja wieder rein nach Deutschland, im November.

Heute dann der Hammer. Der Einsatzplan (Dienstplan) der Guides musste gemacht werden. Dies gestaltete sich überaus schwierig. Die Kernzeit zum Trekking ist gerade mal 6 Wochen und da kommen natürlich die meisten Gruppen. Die zuvor und danach sind einfach zu händeln, aber wie gesagt die Kernzeit.

Nach meinem Empfinden soll es gerecht zugehen. Jeder Guide der für uns geht soll möglichst die gleiche Anzahl an Trekkingtagen haben, damit jeder etwa das gleiche verdient, den auch sie haben nur die Saison zum verdienen. Da kommen aber Gruppen im Tagestakt. Und oft fehlt es an einem Tag den einen Guide die nächste Gruppe zu zuteilen, da er noch im Trekking Gebiet ist. Die Lukla Flüge, die auch schon mal um Tage verschoben werden können wegen des Wetters, muss man da mit einkalkulieren. Da kann man einem Guide keine 2 Everest Gruppen zuteilen, die nach 2 Tagen Abstand kommen.

Dann soll es noch einigermaßen passen. Will sagen: sind junge Leute unterwegs gibt man gern einen jüngeren Guide und umgekehrt bei älteren Gästen. Beachten muss man auch, dass gerade in den extremen Höhen Guides eingesetzt werden die einiges an Erfahrung den Jüngeren voraus haben. Kurz um es war schwer, aber ich habe es hinbekommen.

Auch Shriman bekommt wieder ein Gruppe, wenn auch nicht die welche er für sich ins Auge gefasst hat😉 Im Tagestakt haben wir Flüge nach Lukla. Immer etwas mulmig für mich. Sollten Flüge ausfallen haben wir schon zu rotieren, da ist es besser wenn Shriman in Kathmandu ist, er ist mir da um einiges voraus, was das umleiten oder Alternativen finden betrifft.

Meinen Dienstplan selbst habe ich noch nicht gewagt zu machen. Werde ich mich klonen müssen? Ich weiß es noch nicht.

Aber jetzt mach ich erst mal Feierabend.

 

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Für immer

So, Shriman oder wir, haben es nun geschafft. Heute kam Post von der Ausländerbehörde: er kann ab 13.9. seine NIEDERLASSUNGSERLAUBIS abholen!!!!!

Bedeutet: nicht mehr aller 3 Jahre zur Behörde und Aufenthalt in Deutschland unbefristet. Geschafft! Und das obwohl wir nicht das ganze Jahr hier sind und dementsprechend auch nicht „ausreichend“ Einkommen in Deutschland hätten.

Wie auch immer, die nächste Ummeldung und das nur weil Shriman einen neuen Pass bekommt, ist in 9 Jahren. Yeeeee

Also Shriman war das gar nicht so wichtig, er hätte sich auch mit der erneuten Aufenthaltsgenehmigung begnügt. Ich fand es aber wichtig. Ich weiß klingt jetzt eventuell etwas abartig, aber sollte mal mit mir was passieren, hat er die Möglichkeit zu wählen: geht er nach Nepal zurück oder bleibt er in Deutschland oder macht er weiter wie bis jetzt. Ich habe ihm dann erst mal versucht klar zu machen in welcher glücklichen Lage er wäre.

Jetzt müssen wir nur noch abklären, wie wir das machen, da wir am 4.9. schon fliegen und erst Ende November zurück kommen. Er kann die Genehmigung ja dann erst im November abholen. Somit hat er aber keine Berechtigung mehr wieder in Deutschland einzureisen. Er braucht also vorübergehend ein Visa oder Fiktionsbescheinigung. Das aber werden wir erfahren, wenn wir dort nächste Woche vorbei gehen.

Aber dann heisst es erst mal Bye liebe Ausländerbehörde bis in 9 Jahren🙂

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Urlaub mit zwei Pässen

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Urlaub müsste man mal wieder machen! Manch einer wird sich fragen: ja sie haben doch genug Urlaub, wenn sie nach Nepal aufbrechen? Um das mal klar zu stellen – Urlaub ist das nicht- .

Urlaub für mich bedeutet, neue Wege Länder und Kulturen kennen zu lernen. Die letzten Jahre hockte ich ja ausschließlich in Nepal. Und meist in Kathmandu. Ich habe noch so viele Länder auf meiner Liste.

Aber nun kommt das Problem unserer zwei verschiedenen Pässe. Mit meinem, dem Roten Pass und als Deutscher, bist du in fast jedem Land der Welt willkommen. Ohne zuvor Seitenweise zu bestätigen, warum du das Land betreten möchtest und vor allem ob du aus einem reichen Land kommst und um Gottes Willen wieder abreist. Aber mit einem grünen Pass, der meist aussagt – Vorsicht armes Land, armer Mann/Frau – bist du angeschmiert. Mit einem deutschen Aufenthalts Status hast du zwar bessere Karten, aber musst trotz dessen dich beweisen.

Das einzige Land wo Shriman kein Visa benötigt, ist Indien. Und da bekomme ich ihn nicht hin. Zu sehr nagt noch der Unmut an dem sowieso gespaltenem Verhältnis der Nepalesen zu den Indern, über letztliche Blockade als Indien versucht hat Nepal mit gesperrten Grenzen in die Knie zu zwingen. Kann ich also ausschließen.

Da wir ja schon in Asien sind, dachte ich, im asiatischen Raum einen Kurzurlaub von Maximal einer Woche zu unternehmen. Dann wenn zum Ende November alle Gäste weg sind und wir noch bissel frei haben, bevor es zurück nach Deutschland geht.

Viel mir als erstes Bangkok ein. Die mega Metropole, die ich gern mal 3 bis 4 Tage mit Shriman erforscht hätte. Mit einer Flugzeit von bis zu 4 Stunden gut erreichbar ab Kathmandu. Als ich heute auf deren Botschaftsseite nach den Einreise Bestimmungen für nepalesische Staatsbürger nachsah, war mir der ganze Spaß wieder vergangen. Während ich mal einfach für 30 Tage einreisen darf, braucht Shriman: alles in 4 facher Ausführung! Passkopie, Heiratsurkunde, Aufenthaltsunterlagen Deutschland, Papier vom Arbeitgeber in Deutschland und ein Konto auf dem 4000 Euro – nachweislich während des Reisezeitraums gesperrt – einfach so herum liegen. Ist uns irgendwie zu kompliziert.

Tibet? Ist so ne Sache. Für Shriman machbar, auch von Nepal aus zu beantragen. Aber für mich, als Deutsche, ein Lotteriespiel.

China / Peking – wollte ich auch gern mal sehen. Ist zu weit. Von der Flugzeit her über 6 Stunden.

Hong Kong – wäre auch flugmäßig nicht zu weit. Die verlangen allerdings auch tausend Dinge von Shriman.

Sri Lanka – findet Shriman doof, weil es da nur so gut wie Meer gibt. Dabei war er noch nie am Meer.

Myanmar- ist jetzt zwar komplizierter, weil man über Bangkok anreisen muss und so der Flugpreis wieder mal ins unermäßliche steigt. Aber gut machbar für Shriman und, dank E Visa und deutscher Aufenthaltskarte, einfacher zu beantragen. (muss man überlegen)

Pakistan, für mich ein hoch interessantes Land, aber zu gefährlich. Lassen wir mal lieber.

Bhutan – da ist man von Kathmandu aus in, glaube ich 2 Stunden, hingeflogen. Hier muss aber jeder pro Tag 250 Dollar Entry bezahlen. Dabei ist Hotel, Guiding und Verpflegung abgedeckt, aber trotz dessen preislich sehr intensiv. 5 Tage würden uns 2500 Dollar kosten, plus Flug und Taschengeld. Für ein Kurztrip zu viel. Ich verrate jetzt ein kleines Geheimnis. Wir werden in naher Zukunft Bhutan mit in unser Angebot nehmen. Hier in Deutschland haben wir die Bekanntschaft einer Bhutanerin gemacht, deren Wurzeln aus Nepal sind und die perfekt nepalesische spricht. Ihre Freundin betreibt eine Reiseagentur in Bhutan und ist auf der Suche nach Vertragspartnern in Deutschland gewesen. So kam sie dann über 5 Ecken zu uns.

Es gibt die Möglichkeit, sollte man von einem Bhutanesischem oder schreibt man Bhutanischen Staatsbürger?- privat eingeladen werden, man die Tages Visa Gebühr nicht bezahlen muss. Mal sehen, wie und ob sich das regeln lässt.

Hat irgendjemand hier noch andere Ideen wo man mal für paar Tage hin flüchten kann?

Ist jetzt etwas of Topic, aber irsinnigerweise hatte ich einmal die Idee Shriman New York zu zeigen. Für mich war es vor langer Zeit mal die TOP Destination. Ganze 4 mal war ich dort, inklusive Weiterreise durch die USA. Aber mal ehrlich, was die Amis jetzt veranstalten, um ins Land rein gelassen zu werden – auch für uns- grenzt an Paranoia. Das will ich mir nicht antun.

Also Vorschlägen aus dem asiatischen Raum sind erwünscht.

 

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Flugsuche

Soll man das Schicksal heraus fordern? Die letzten 4 Flüge nach Nepal flogen wir mit Türkisch Airlines. Immer über Istanbul, wo wir auch meist einige Stunden Aufenthalt hatten oder gar eine Nacht zwischen den Flügen verbrachten. Shriman war es noch nie wohl und auch einige Freunde und Familie warnten uns unseren längeren Zwischenstopp dazu zu nutzen die Stadt zu erforschen. Ich sah das eher gelassener und hätte, wenn die Gelegenheit günstig gewesen wäre, mir auch Istanbul angesehen. Die Zeiten sind doch mittlerweile so, dass fast überall auf der Welt irgendwelche Gefahren lauern. Ich meinte damals, zu Shriman: du da sind wir eher am Airport in Gefahr. Wie Recht sollte ich leider haben.

Wie gesagt Türkisch ist für uns die Airline. Weil a) ist sie ausnahmslos günstig, trotz sehr guten Service und b) ist sie die einzige die auch von unserer Stadt in der wir in Deutschland leben, abfliegt. Bedeutet minimaler Anreiseweg zum Airport und keine 2 oder 5 stündige Fahrt mit Zug bis Frankfurt, Berlin oder München. Mit Minimum 70 Kg im Schlepptau kann das schon mal zu harter Arbeit führen.

Gestern nun hat es auch den Flughafen in Istanbul erwischt. Wobei ich mich noch immer frage, wie um alles in der Welt man Bomben und Pistolen ins Flughafengebäude schmuggeln kann. Anders als in Deutschland, wird man beim Betreten des Flughafengebäudes schon kontrolliert. Und ich kann beteuern das waren nie Wischiwaschi Kontrollen.

Soll man nun das Schicksal heraus fordern? Zum einen lehrt die Vergangenheit das nie zweimal ein Objekt betroffen war, zum anderen weiß man nie was in den kranken Köpfen der Leute die denken die Welt ändern zu müssen, vorgeht. Wir hatten ja schon einmal Glück, damals als die Erde bebte in Nepal. Ist zwar ein vollkommen anderes Thema, aber trotzdem.

Shriman jedenfalls hat gestern Abend mir verboten Türkisch zu buchen. Ich muss das ganze mal noch was abwarten.

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