Janakpur

Janakpur ganz tief unten im Süden Nepals, nennt man auch Stadt der heiligen Seen und Tempel.

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Die Stadt wo Ram und Sita geheiratet haben. Das mal vorn weg.
Seen sah ich viele, ob sie allerdings heilig sind, wer mag das schon sagen. Tempel sah ich auch viele und beim besten Willen konnte ich mir nicht merken welcher Tempel welcher Gottheit gewidmet wird. Der Hinduismus ist ein bunt durcheinander gewürfelter Haufen voller Gottheiten, selbst Nepalesen blicken da nicht immer durch.

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Der Janakpur Tempel das Janak Mandir ist das nun plus Ultra in Janakpur und wird täglich von vielen Hindus, vor allem auch aus Indien/ Rajastan verehrt und besucht.

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Früher mal vor etlichen Jahren (fragt mich nicht wie viele) war der Tempel mal ein kleiner Platz der angebetet wurde. Gebaut wurde das Janak Mandir von 1899 bis 1911, so wie es jetzt da dasteht.
Königin Brish Bhanu, eine Inderin, veranlasste das aus dem kleinen ein großer Tempel wurde. Aus diesem Grund, nämlich weil sie Inderin war, sieht der Tempel heute auch so aus, ich meine eher eine indische Architektur.

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Sie und ihr Göttergatte, Namens Prathap Singh, kamen aus der Stadt Tihamgarth, in Indien, ich schrieb es schon. Sie hatten keine Kinder, als indisches Königspaar wahrhaft kein Vergnügen, so zogen sie nach Janakpur, weil der Legende nach dort ein kleiner Schrein sein sollte, der wenn man ihn fleißig anbetet den erwartenden Kindersegen bringt. Die Königin opferte dann auch was Götter so wollen und siehe da, es hatte geklappt, sie bekamen ein Kind.
Zum Dank an die Götter und an den kleinen Schrein, versprach sie an jener Stelle einen schönen großen Tempel zu bauen. Nun die Königin hat ihr Versprechen gehalten und heute steht dieser prachtvolle Palast, mag man fast sagen, in Janakpur.

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Die neuzeitlichen gläubigen Hindus glauben an das was der Königin einst wiederfahren ist und kommen in Scharen hier her um Opfergaben zu bringen.
Es gibt noch eine andere Geschichte. Warum Janakpur so heißt wie es heißt.
Janak war auch ein König und zwar von der Region Mithila, so hieß diese Region damals. Die Mathila ist auch eine Volksgruppe aus Nepal, welche in 2 Seiten geteilt ist. Eine indische und eine Nepalische. Ganz so wie euer Deutschland einmal, erklärte mir Gham unser Guide.
Dieser König war mal einer der beim Volk beliebt war, ja das gab es auch. Er liebte seine Volk , jede Religion und Gesellschaft und war intelligent genug zu wissen, dass wenn sein Volk ein gutes Leben hat, er auch einen guten Stand beim Volk hat. So verpassten die Nepali/Inder dieser Stadt den Namen Janakpur.
Kommen wir nun zu den beiden Turteltäubchen Ram und Sita.

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Dieser Tempel soll dort stehen wo die beiden sich vermählt haben.

Die sind deshalb so bekannt , weil Sita angeblich der Legende nach, eine Reinkarnation von Laxsmi ( wir erinnern uns, jenes weibliche Götterwesen was wir zu Tihar um Geld angefleht haben) ist. Na und Ram ist auch nicht ohne, er soll einer der stärksten Götter gewesen sein. Wie die Hindus darauf kommen? Keine Ahnung.
Ram und Laxsman, Rams Bruder, zogen eines Tages in die Welt um eine Frau zu finden. Dabei lief ihnen doch ganz zufällig Sita über den Weg. Die Beiden waren sofort Feuer und Flamme. Naja zwei konnte sie nun nicht ehelichen, so war guter Rat teuer. Der Vater Sitas meinte, die Anwärter müssen ihre Stärke beweisen und mit einem Pfeil und Bogen einen supi schweren Stein wegschießen. Keiner konnte das, außer Ram. Naja ich schrieb ja schon, er war stark.
So bekam er den Zuschlag und durfte Sita mit zu sich nehmen.

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Nun war die Sita oft allein, weil die Männer/Götter zu dieser Zeit immer irgendwo am kämpfen waren. So gibt es auch im Hinduismus einen bösen Teufel der Rawan heißt. Der wollte auch was von der Sita und so jagte er das Göttermädel. Die jedoch konnte wegrennen. Außerdem hatte sie wohl auch einige Zauberkräfte und so konnte sie sich einfach vom Boden verschwinden lassen, indem sie die Erde vor sich teilte. Der Rawan aber der böse Teufel konnte sie am Schopf packen. Sie jedoch war weg und er hatte ein Büschel Haare in der Hand.
Aus diesem Anlass haben die Hindus wieder mal ein Fest „erfunden“. Kushe Ausi heißt es. Jedes Jahr zu diesem Fest werden die Häuser mit Kush geschmückt, eine Art Gras. Soll an den Tag erinnern an dem Sita flüchten konnte. Fragt mich aber nicht wann der Tag ist.
Überall wo man Bilder von Sita und Ram sieht und man sieht die oft in Janakpur ist Hanuman dabei.

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Wer ist das nun schon wieder? Hanuman ist auch ein berühmter Gott im Hinduismus. Er ist der Affengott, aus dem einfachen Grund weil er einen Affenkopf hat. Der Hinduismus ist voller Götter und Geheimnisse, mehr noch er ist eine einzige Legende.
Hanuman war der Beschützer des Götter Paares. Anscheinend hat er seine Sache gut gemacht, denn die Beiden lebten ein langes Leben………….der Legende nach.

Hier noch ein paar Stadtansichten…

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