Strassenkinder

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Kaisha mit ihrer Mama und ihr kleiner bruder. Sie leben in Chetapati, gleich um die Ecke in einer Hütte.

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Ratsch, Subas, Suman, Koko….sie verbringen ihren Tag auf der Strasse und betteln. In die Schule geht keiner, die Eltern haben kein Geld. Subas sehe ih immer vor dem Tor zu Boudha, dort wo die Touriten reinströmen, wenn er mich sieht zwinkert er mir immer verschwörerich.

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Ratzsch einer meiner Lieblinge. Ihm fehlen vorne fast alle Zähne, so weiss ich auch nicht ob sein Name wirklich Ratzsch ist, denn so hört es sich nur an wenn er ihn ausspricht :). Der Kleine macht einen auf ganz harten Kerl ;), dabei ist er ein normales Kind wie alle anderen auch. Langsam schmilzt seine raue Schale und der Bub weiss genau wie er uns um den Finger wickeln kann. Der kleine „Dumme“ hatte letztes Jahr seine Chance, ihm wurde die Schule und das Hostel bezahlt. Ihn, aber zog es wieder auf die Strasse. Meist kapieren die Mädels eher und nehmen ihre Chance eher war.

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Die Kleine ist Nubina, als ich bei der Kleiderausgabe ihr diese sachen anzog viel sie mir um den Arm und wischte ihre kleine verschmierte rotznase an mir ab :), seit dem kommt sie immer angerannt und schenkt mir Blumenblüten.

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Links das ist Opika, sie kümmert sich um ihre zwei kleineren geschwister. Sie hat Eltern und auch ein Dach über den Kopf, kommt aber jeden tag zu uns. Dabei passt sie immer rührend auf die zwei kleinen auf. Sie ist 1o, seht Euch den Blick von ihr an. Ich habe das gefühl auf ihr lastet die ganze Verantwortung ihrer Familie. So weit ich weiss wird sie einen Schulplatz bezahlt bekommen, von der Organisation für die wir arbeiten. Ich hoffe sie packt es und geht nicht zurück auf die Strasse.

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Opikas beste Freundin ist Manisha ( Mitte), von der ich schon einmal schrieb. Auch sie kümmert sich um ihre Geschwister. Ihre Mutter ist oft bei uns, ich sehe aber nie das sie sich um die Kinder kümmert. Im gegenteil ich sah sie schon ein paar mal sturz betrunken auf der Strasse liegen. Sie schickt Manisha zum betteln, sicher um ihr den Alkohol zu besorgen, dabei konnte ich oft beobachten wie sie Manisha antrieb. Auch sie wird das Hostel und die Schule bezahlt bekommen. Weit draussen vor den Toren Kathmandus ist das Hostel. Hoffentlich weit genug, damit die kleinen Mäuse nicht wieder in die Verlockung Strasse kommen.

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Mina und Alfa. Mina ist angestellt bei der Organisation, sie kümmert sich mit ums Essen, schnippelt mit uns und gibt aus mit uns. Sie ist eine liebe, herzensgute Seele. Sie hat 4 Kinder, zwei sind im Kinderheim der vereinigung. Die Alfa ist bei ihr zu hause, aber sie geht zur Schule. Mina hat jetzt ihren kleinen Neffen zu sich mit aufgenommen. Seine mutter war vor Jahren weg gegangen, sein Vater verunglückte vor ein paar Monaten in den Emiraten. Er war Arbeitsimigrant dort. Die Menschen werden dort ausgebeutet, haben keinerlei Rechte, oder Versicherungen. verunglückt der Ernährer dort, dann war es das. Die Familie bekommt keinerlei Entschädigung.

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Man könnte das Bild fast benennen……die Drei von der Tankstelle, wenn es nicht so traurig wäre das sie dort sitzen müssen. Die Jungs versuchen sich alle samt als ganz harte kerle auszugeben. Oft aber rennt einer heulend davon, wenn es mal Ärger mit den Älteren gab. Daran sieht man das sie noch Kinder sind.

Heute habe ich erfahren wo das Hostel ist,indem die Strassenkiner ihre neue Heimat bekommen sollen. So lange ich hier bin, werde ich hin und wieder mich dort blicken lassen.

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8 Antworten zu Strassenkinder

  1. Vallartina schreibt:

    Ich finde es sehr schön, dass Du Dich so sehr engagierst! Die Kids werden es Dir von Herzen danken.
    GLG

  2. Helga schreibt:

    Es ist gut für uns auch einmal die andere Seite der Medaille kennenzulernen. Danach ist man nie mehr wie zuvor, die Welt hat sich verändert. Mir haben die KInder oft leid getan wenn sie so am kalten Boden gekauert sind und ihr Dal Bhat mit den Fingern gestopft haben aber man lebt in einer anderen Welt und wir müssen uns dort anpassen. Nicht umgekehrt. An das mit den Fingern essen konnte ich mich aber nie gewöhnen. Lg.H

    • 1basundhara schreibt:

      mit den fingern esse ich auch nie. 🙂 was mich etwas stört ist die gleichgültigkeit vieler nepalesen, obwohl ich weiss die meisten haben mit sich selber zu tun. lg

  3. julena schreibt:

    Süss die Kinder und sie tun mir immer am meisten Leid, wenn Menschen leiden. Schön das einige ins Hostel kommen so lernen Sie das es besseres gibt als eine betrunkene Mama die ihr Kind zum beteln schickt.
    Vieleicht heisst Ratzsch Raj 🙂
    Liebe Grüsse Julia

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