Einen Tag später

Unsere Tour, die mit der Freundin, sollte uns ins Langtang Gebiet ( in welchem ich schon 2 mal war) und nach Goisakunda bringen.

Über das Langtang schrieb ich schon.

° Trekking ins Langtang

° Wie es weiter ging

° Ziel leicht verpasst

° Es geht wieder abwärts

 Deshalb dies mal nicht so ganz ausführlich.

Morgens 6 Uhr, wir sitzen auf gepackten Taschen und warten auf unseren Guide der uns mit dem Taxi abholen wollte, um zum Bus Park im Norden Kathmandus zu fahren.
Das erste mal in Nepal sollte ich mich einem anderen Guide als Shriman anvertrauen. Denn er erkundete mit einer weit aus größeren Gruppe das Annapurna Gebiet. Überhaubt sehen wir uns 4 Wochen nicht. Er ging bevor meine Freundin, die er auch kennt, kam und kam wieder als wir noch in den Bergen waren. Nun bin ich wieder in KTM und er ist im Everest Gebiet. Job geht nun mal vor 🙂

Wie gesagt wir sassen gespannt, die Freundin aufgregt, ich eher gelassen. 7 Monate Nepal zeigen dann doch schon mal ihre Wirkung 🙂

Es ging los das Taxi kam, wir quetschten uns zu Viert, da der Porter auch gleich mit kam in ein Auto Marke Mini Mini Cooper. Nein eigentlich waren wir 5. Der Fahrer musste ja auch mit. Oben auf dem Dach thronten unsere Rucksäcke. Der Porter Namens Puri vorn, hatte den Rest auf dem Schoss.

Gequetscht wie in einer Sardienen Dose kamen wir im Buspark an.
Um zu erfahren das wir uns gleich wieder in die Sardienen Dose setzen können und es heimwärts geht.
Warum das?

Die Nacht zuvor gab es in Trisuli, einen Ort den wir durchfahren mussten, einen Unfall mit 2 Verkehrstoten. Kurzerhand wurde am Tag darauf die Strasse gesperrt um zu demonstrieren. Da es nur eine Strasse dort gibt gab es keine andere Möglichkleit noch los zu kommen.

Am nächsten Morgen das gleiche Spiel von vorn und wir kamen nach 7 Stunden Bus fahren in Syabru Besi an. Eine Nacht noch mal mit heisser Dusche und Einkaufsmöglichkeiten und am nächsten Morgen ging es los.

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Die Freundin bepackt wie ein nepalesischer Muli ging es Richtung Lama Hotel. Am späten Nachmittag trudelten wir dort ein und fielen erst mal total KO in die Betten.

Wochenlanges rum gammeln ohne große sportliche Aktivitäten brachten mir einen kleinen leichten Muskelkater ein.

Am nächsten Morgen ging es hochwärts nach Langtang im Blickfeld immer der 7000’ter Langtang Lirung.

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Vorbei an blühenden Rhodotendron Bäumen bahnten wir uns den Weg Richtung schneebedeckter Berge.

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Ab etwa 3200 Metern Höhe treffen wir auch wieder auf alte Bekannte, die Yacks.

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Es war Schnee gefallen in der Nacht und kündigte somit an das es kälter werden würde. Schon in Gyanching Gompa war mir Nachts so kalt, dass ich in Mütze schlief. In dieser Beziehung bin ich echt ein Weichei geworden 🙂

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Der Tsergo Ri, jener fast 5000’ter dessen Gipfel ich im Herbst um genau 10 Meter verfehlt hatte war diesmal in einem weissen Schneekleid. Den konnte ich vergessen, den würde ich dieses mal auch nicht knacken. Wanderer berichteten uns das sie umdrehen mussten da der Schnee bis zum Knie reichte. Mir wäre er bei meiner Körpergröße in die Hose gerutscht.

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Auf dem weg nach Gyanching Gompa.

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Der Ort liegt eingebettet in den Bergen. ab hier gehts nur noch mit klettern weiter.

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Die Frauen der Lodges erwarten potentielle Kunden schon 500 Meter eher. Mit Versuchungen wie heissem Wasser, schönen Betten, leckerem Essen und hübschen Männern 😉 versuchten sie Kundschaft an zulocken.

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Da wir nicht als Schneehasen uns durch die Massen wühlen wollten verbrachten wir den Nachmittag im Ort und besuchten die über 500 Jahre alte Gompa. Ausserdem fehlte uns ja aus bekannten Gründen ein Tag.

Ich habe schon über die Tour nach Langtang geschrieben, so dass ich den Teil der Strecke recht kurz halten werde und Euch nur mit Bildern beglücke.

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Zurück nach Lama Hotel konnten wir in Langtang nicht an der Yack Käserei vorbei gehen, ohne nicht wenigstens mal zu testen.

Wenn Ihr jemals in diesen Ort kommt, macht den Umweg 500 meter nach Oben. Es lohnt sich. Ihr könnt die Käserei besichtigen, frischen Sanddornsaft trinken und solch ein wirklich köstliches Brötchen geniessen. Mit Blick auf die höchsten Berge der Welt.

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Farmer Frauen bringen entlaufene Wasserbüffel wieder Heim.

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Wieder etwas weiter unten Richtung Thulu Syabru kamen die blühenden Rhododendren wieder ins Spiel und etwa 33 mal am Tag hörte ich die Freundin nerven ;)…..einfach nur schön. Dabei sollte es ein paar Tage später viel schöner werden.

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Fast in Thulu Syabru angekommen sieht man auf dem Bild einen weissen Berg. Das war unser Ziel, dort ist Goisakunda und der Laurabina Pass ( 4600 Meter) den es zu bezwingen galt.

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Diese Drei Grazien erwarteten am Dorfeingang die Ballon Bringer :). Ich habe immer eine ordentliche Ration Ballons mit. Die Kinder freuen sich darüber. Lustig war, etwa 500 Meter weiter auf der gegenüber liegender Seite sass diese Lady…..

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….Sie brüllte zu den Drei Grazien………Was habt’n ihr bekommen?. Worauf die drei riefen ….mir ham Ballons gekriegt! Worauf sie zurück rief…….Klasse meine sind alle ich brauche Nachschub. 🙂

Schön wenn man nepalesisch versteht 🙂

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Der Morgen in Thulu Syabru brachte uns einen wunderschönen Blick nach Tibet. Diese Schnee bedeckten Berge bilden die natürliche Grenze zu Tibet.

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3 Stunden gaaaanz steil aufwärts brachten uns zum Mittag Essen in richtung Chin Gompa, wo wir total erschöpft angekommen erst mal das Buffet plünderten.

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Wieder der Blick nach Tibet.

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Ganz klar gesagt………dies sah Mega aus.

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Wie ein Schatten meiner selbst kam ich nach 6 Stunden extrem immer hoch trekken in Chin Gompa an.

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Hier entschlossen wir uns noch einen Ort weiter zu gehen, da es noch zeitig am Tag war.

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In Laurabina nahm ich noch eine Höhe von 500 weitern Metern in Angriff. Über 3000 Meter schläft man schlechter. Nach der alt bekannten Regel …go high sleep down, die mir Shriman immer wieder einhämmert, konnte ich dann auch Nachts gut schlafen.

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Blick runter in unsere Lodge.

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Ja ich war hier………..

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Dort oben bot sich mir ein phantastisches Panorama.

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Der Berg in der Mitte ist der 8000’ter Manaslu.

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Fast deutlich zu erkennen……am unteren Teil der Berge die Luftverschmutzung, teils durch Staub, sicher aber auch Smog.

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Der nächste Tag sollte uns nach Goisakunda bringen. Neuland auch für mich.

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Goisakunda ist ein heiliger Ort. Die Seen in diesem Gebiet sind auch super heilig für Hindus und auch Buddhisten. Im August jeden Jahres pilgern 1000’sende hier her um in den heiligen Seen ein rituales Bad zu nehmen. Als wir allerdings da waren, waren alle Seen bis auf diesen total vereist.

Die Goiuskunda Seen liegen alle über 4400 Meter hoch.

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Hinter mir der eisbedeckte Goisakunda See, der heiligste der heiligen.

Erschöpft durch die über 4000 Meter Höhe und auch der Kälte sowie des eisigen Windes kamen wir in Goisakunda an. Die Nacht die vor mir lag war eine der längsten. Bibbernd lag ich im Schlafsack. Im Zimmer Minusgrade. 2 Pullover, 2 Hosen, 2 Paar Socken und auch Mütze hielten mich nicht davon ab trotzdem zu frieren. Hinzu wie immer die ewige Pullerei. Der literweise Tee will natürlich raus. 7 mal war ich in dieser Nacht zu Gange. Während die Freundin im Nebenbett schlummerte trabte ich aller gefühlten halben Stunde ins Eisloch.

Bekommt mal bei  Minusgraden und mit Gefrierbrand geschädigten Händen 3 Hosen runter. 🙂 Das Gebiet rings ums Loch vereist, so dass man Angst haben muss in jenes Loch rein zurutschen. Zum 100000’ten male fragte ich mich……….warum ich mir das an tu. Dazu mehr morgen……:)

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Ich hätte noch so viel davon kaufen können, nichts hätte mich da Oben gewärmt.

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4 Antworten zu Einen Tag später

  1. Pingback: Monatsrückblick April 2013

  2. stefanie schreibt:

    7 mal raus in einer Nacht? Oh je… Aber wieder so ein schöner Bericht, beim nächsten Mal will ich auch die Rhododendren sehen!

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