Ein sicheres Zeichen das man in Nepal ist

Ein sehr ernst zu nehmendes Zeichen das man wieder in Nepal ist: Die Hände sind schmutzig, morgens wird man von Hundegebell geweckt ( die auch die Nacht gern mal einen nicht schlafen lassen), der all morgendliche …….Chai Shampoooooo ( eine milde Gabe) und nicht zu vergessen, Strom der gerade mal wieder weg ist.

Doch von vorn.
In Kathmandu angekommen, man kennt ja den Weg zum Gepäckband und wir waren schnell im Immigration, stieg ein Gefühl von Panik und Schweißattacken in mir auf. Mein Koffer kam nicht. Und ausgerechnet der, welcher unsere Sachen beinhaltete. In Gedanken dachte mir schon etliche Schimpftiraden aus, doch Shriman brachte nach langen warten unser gutes Stück. Jetzt konnten wir mit unseren gefühlten Tonnen vorerst ins Hotel unseres Gastes fahren, die gleich mit uns mit geflogen war.
Nichts hat sich verändert, bis auf das einige  Strassen ausgebaut wurden, was schon mal ein großer Fortschritt ist. Der Gast, noch nie in Nepal gewesen ist fand: Der Verkehr ist ja irre. Und da war gerade nichts los auf den Strassen. Fand ich. 🙂

Endlich, wir konnten in unsere Wohnung. Mein Schmuckstück und meine kleine ruhige Oase die ich mir vor Monaten geschaffen hatte. Sie hatte uns wieder. Die Anti, mir schien sie hatte schon lange gewartet, war gerade zufällig im Hof und es gab:) ein großes Hallo. Für Nepal vollkommen unüblich schloss ich sie in meine Arme.

Jeder denkt jetzt: so nun erst mal schlafen. Fiel aus, wir hatten noch einiges vor. Ich inspizierte als erstes unsere Behausung und fand alles war in Ordnung. Nur kalt war es. Schnell packten wir ein paar Mitbringsel und ab ging es zu Shrimans Familie. Dort angekommen, es war schon dunkel und wie üblich gab es kein Strom, schaufelte Shriman seine überdiemnsionale Portion Dal Bhaat in sich rein und wurde der Reihe nach von allen abgekusselt. Das wurde ich auch, nur aß ich ein Drittel von dem was Shriman verputzte. Bratwurst ist eben doch nicht alles. 🙂
Endlich 10 Uhr am Abend, so schien es mir, dabei war es erst 8 Uhr fielen wir wie tot ins Bett.Wir konnten beide nicht schlafen im Flieger.

Morgens, wie schon oben erwähnt die Hunde, wurde ich sehr früh wach. Es war vor 6 Uhr noch dunkel und ich hörte das vertraute Geräusch der Wasserpumpe. Womit Nepal Neulinge und Erst Täter nichts abfangen können, wusste ich sofort: Strom!
Schnell raus aus dem Bett, während Sahriman noch schlummerte, und alles was irgendwie geladen werden musste ans Stromnetz angeschlossen.

Ganz in Ruhe mit einer Tasse Tee setzte ich mich auf den Balkon und beobachtete wie der Tag anbrach mit all seinen kleinen Ereignissen , die mir vertraut waren und die ich sehr vermisst hatte. Man kann sagen leichte Wehmut kam bei mir auf. Unsere Reise begann erst und ich habe schon wieder Angst vor dem Rückflug. Jeden Tag den ich in Deutschland verbrachte dachte ich zurück und jetzt nach 9 Monaten war es endlich so weit.

Shriman kam und meinte: so jetzt beginnt meine Arbeit. Endlich hatte er wieder die Dinge zu regeln die er so gern macht. Voller Eifer rief er Hotels, Transportunternehmen und Reservierungsbüros an um für unsere noch kommenden Gäste alles vor zubereiten. Gegen 9 musste er schon wieder verschwinden um Seightseeing mit unserem Gast zu machen. Ich, wieder alleine, stürzte mich daran meine alte Ordnung wieder herzustellen. Shriman ist nicht gerade ein Einrichtungskünstler. Will sagen ich begann Möbel zu rücken, bis alles so stand wie ich mir es vorgestellt habe.

Dabei fiel mir doch auf, der Tisch war kaputt. Beim verrücken fiel ein Tischbein ab. Die Kilo schwere Glasplatte flog mir fast aufs Bein. Schlagartig wurde mir klar warum er so scharf darauf war ein Tisch aus Deutschland mitzunehmen. In jenem Moment konnte er froh sein nicht greifbar zu sein und ich denke mal das wusste er. Was tun? Wir haben 2 Hocker, die habe ich umfunktioniert. Da liegt jetzt die Glasplatte darauf, nachdem ich die anderen Tischbeine entsorgt habe. Eine Decke darauf und fertig. Das muss erst mal reichen. In der Zwischenzeit klingelte permanent das Telefon. So fast jeder meiner Freunde rief an ob wir gut angekommen sind. Wie ich die ganzen Treffen alle hin bekommen soll, weiss ich noch nicht.

Jetzt geht’s erst mal raus. Wohin schon? Nach Boudha. Dort sehe ich hoffentlich viele bekannte Gesichter und treffe mich dann mit Shriman und unserem Gast.

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4 Kommentare zu „Ein sicheres Zeichen das man in Nepal ist

  1. ich könnte auch stundenlang deine Berichte lesen….da kommt gleich wieder meine Sehnsucht nach Nepal auf….. 😦 ……..seuffzzzzzzz………

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