Endlich sturmfrei

Wie man an der Überschrift ganz easy erkennen kann sind sie nun endlich weg gekommen. Am Morgen zeichnete sich das gleiche ab wie die voran gegangen 2 Tage. Die ersten Maschinen flogen und landeten auch in Lukla. Aber die für uns entscheidende, die dritte in der unsere Gäste saßen, tja ab da war wieder Schluss mit lustig. Wieder zu viel Wind in Lukla. Nach 3 Stunden Wartezeit jedoch der erlösende Anruf von Shriman: wir sitzen jetzt in der Maschine und fliegen los. Endlich!

In der Zwischenzeit hatten unsere Gäste ihren Rückflug nach Deutschland schon um 3 Tage verschieben können.

Die Maschinen brauchen nach Lukla etwa 30 Minuten und ich rechnete mir plus/minus aus, wann in etwa sie landen. In Gedanken fühlte ich mit Shriman mit, da ich weiss wie „gern“ er nach Lukla fliegt, zumal noch wenn Wind ist. Man kann sich das vielleicht nicht vorstellen, aber in so einer kleinen Maschine, in der etwa 16 Passagiere sitzen, merkt man jedes Lüftchen. Ok das Panorama entlang der Flugstrecke ist umwerfend. Immerhin sieht man viele der hohen Himalaya Berge fast zum anfassen, aber bei Leuten mit Flugangst…..naja. Ich gebe unseren Gästen vor ihrem Flug immer die Hinweise sich a) links in Flugrichtung zu setzen (Himalaya Seite) und b) möglichst weit vorn. Die Piloten schliessen während des Fluges nie ihre Tür und man kann mit eigenen Augen beobachten wie bei ansetzen zur Landung die Piloten ein nur knapp aussehenden Fetzen an Landebahn ansteuern. Für Menschen ohne Flugangst ein einmaliges Erlebnis. Phänomenal und Hut ab vor der Leistung der Piloten. Für Leute mit ängstlichen Gemüt: besser Augen schliessen. 😉

Wie dem auch sei, nach etwa einer Stunde versuchte ich Shriman zu erreichen und wunderte mich schon warum er noch nicht angerufen hatte. Beide Handys waren immer noch aus. Kann bedeuten sie sind zurück geflogen. Von dem anderen will ich gar nichts erwähnen.

Ich wartete noch etwa 30 Minuten bis der erlösende Anruf kam. Was war ich froh sie waren endlich in Lukla gelandet und konnten ihre Tour beginnen. Doch Shriman nahm mir den Wind aus den Segeln. Nein, wir haben einen Landeanflug versucht und der Wind war so stark das der Pilot wider abgedreht ist. Er flog aber nicht zurück nach Kathmandu, sondern nach Thumlingar. Das liegt südlich vom Everest Gebiet, in Khotang dort wo Shriman geboren wurde. Flugzeit nach Lukla etwa 12 Minuten. Jetzt kann man denken na gut, laufen sie eben den Rest. Nein so einfach ist das nicht. Man bräuchte etwa 3 Tage bis man in der Nähe von Lukla ist, denn es geht durch unwegsames Gelände auf und ab. Thumlingar ist mitten in der Pampa, keine normale Infrastruktur, selbst der Flughafen dort ist eine Schotterpiste und besteht nur aus einer kleinen Bretterbude.

Was hieß, sie mussten warten bis sich das Wetter besserte. 4 Stunden lungerten sie dort herum, bis der Pilot den zweiten Versuch wagte. Am späten Nachmittag rief mich Shriman an: wir sind endlich da!!!!

Was für ein Drama die letzten Tage, man kann schon sagen die letzte Woche. Und das alles wegen fehlenden Gepäcks. So mit ist unsere eigene Trekkingtour gestrichen denn Shriman und ich wollten bevor wie wieder nach Deutschland fliegen und alle Gäste weg sind eine neue Tour im Annapurna testen. Die können wir so nicht machen, da uns die Zeit fehlt. Wir haben nach Abreise der Gruppe nur noch 10 Tage und da ist das kaum zu schaffen. Paar Tage aber müssen wir schon in die Berge. denn seit ich hier bin habe ich sie nicht einmal gesehen. Außerdem brauche ich unbedingt noch mal etwas frische Luft, den 10 Wochen Kathmandu sind Lungen mässig gesehen der Burner.

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2 Antworten zu Endlich sturmfrei

  1. Anonymous schreibt:

    meine guete, was ihr alles durchstehen muesst! hut ab, wie ihr alles doch noch geschafft habt! und die armen urlauber, die in die berge wollten, daran denkt glaube ich keiner, was so alles passieren kann! jetzt seid ihr urlaubsreif, oder? schoene tage (und naechte) noch in nepal und einen guten flug in die heimat. liebe gruesse

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