Jarsing Pauwaa

Der District Sindhubalchok ist einer der mit am meisten und schlimmsten verwüsteten Bezirke  des Erdbebens. Gyanendra Rai, unsere Cousine Henkama Rai und ihrer beider  Freund Akshay waren vor dem zweiten, erneuten Erdbeben vor Ort in dem Dorf Jarsing Pauwaa, um eine erneute Hilfslieferung an dringend benötigten Gütern zu bringen. Dank auch Eurer Spenden waren wir froh den Bewohnern des Dorfes die nötigsten Dinge die sie zum Leben benötigen zu übergeben. Zu denen gehörten Reis (das Hauptnahrungsmittel in Nepal), Bohnen, Linsen, Öl, Salz, Tee, Zucker, Nudeln, Trockenmilch, Planen, Moskitonetze und Medikamente.

Von wem seit Ihr fragten die Bewohner? Bis zu diesem Zeitpunkt war noch niemand in diesem Ort um den Menschen, die fast alle alles verloren haben, zu helfen.  Gyanéndra konnte berichten das viele Menschen aus Deutschland, wo sein Bruder im Moment ist, viel Herz haben und Geld für die Erdbebenopfer in Nepal gespendet haben. Den Dank der Bewohner mit einem, wenn auch kleinen glücklichen Lächeln in deren Augen, muss ich nicht extra betonen.

Leider konnten Gyanendra und seine fleissigen Mitstreiter nicht allen Bewohnern des Dorfes helfen, da es einfach zu viele waren. Gemeinsam mit dem Ortsvorsitzenden und einem Polizisten wurde notiert wer noch nichts bekommen hatte. Worauf sich unsere Helfer am nächsten Tag noch einmal auf den Weg machten. Sie waren auf dem Rückweg, als sich das zweite starke Erdbeben am Dienstag ereignete, dessen Epizentrum dieses mal östlich von Kathmandu war.

Die Menschen in Nepal, die zuvor wieder neuen Mut geschöpft hatten, sind traumatisiert. Viele haben die Hoffnung auf Besserung der Situation verloren. Immer wieder erschüttern kleinere und auch größere Nachbeben das Land.

Anmerkung: Gyanendra Rai, seine Helfer und auch unsere nepalesische Familie ist zum Glück gesundheitlich nichts passiert. Wie es jedoch in ihrem Inneren aussieht, wagen wir nicht zu beschreiben.  Alle materiellen Dinge die während dem zweiten Beben kaputt gegangen sind können irgendwann wieder ersetzt werden. Das Leben allerdings nicht. Vielen Dank noch einmal im Namen der vielen Nepalesen für Eure Hilfe. Wir bleiben weiter dabei die Leute zu unterstützen.

Shriman selbst hat vor einigen Tagen erfahren das einer seiner Freunde bei der Lawine die beim ersten Beben am Mount Everest abgegangen ist, umgekommen ist. Er war dabei mit einer englischen Expedition den Everest zu besteigen. Ihr Lager befand sich nahe des Camp 2. Lange hat Shriman ihn mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gesucht. Bis dann eine Nachricht auf Facebook von der Schwester kam. Er und Shriman hatten sich erst eine Woche vor dem Beben am Everest Basis Lager getroffen. Damals wussten sie nicht das es ein Abschied für immer war.

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