Der eine hatte Glück der andere saß mit Unterhosen im Flieger

Jawohl wir sind zurück in Nepal, gestern frisch eingetroffen. Und um eins gleich klar zu stellen, war ich die Jenige mit Glück und Shriman der Jenige der in Unterhosen im Flieger saß. Und das kam so:

Unsere erste Flugetappe ging von Berlin nach Istanbul. Im Flieger links und rechts Dreier Reihe. Da ich mal wieder eine Wette gegen Shriman verloren hatte, musste ich meinen Fensterplatz räumen und mich zwischen ihn und einen anderen quetschen.

Schon nach 10 Minuten merket ich das mein Nebenan wohl irgendwie ein Problem haben musste. Unentwegt zappelte er mit seinen beiden Beinen auf dem Platz herum. Klingt jetzt vielleicht nicht weiter melodramatisch, aber mal ehrlich, 4 Stunden schlug der Typ seine Beine im Sekundentakt aneinander. Ununterbrochen, nicht eine Minute saß er still. Irgendwann kommt dann der Punkt bei mir, wo ich das nicht mehr haben muss. Doch konnte ich doch nicht zu ihm sagen: sitz still? Ich konnte mich auf nichts anderes mehr konzentrieren und ich merkte wie leicht mein Hals vor Wut anschwoll. Selbst als das Essen serviert wurde zappelte er unentwegt und ließ nicht locker.

Ich raunte Shriman zu ihn mal zu beobachten. Shriman kennt mich und weiß, dass mir irgendwann die Geduldsschnur reißt. Um noch einen oben drauf zu setzten machte er den Zappelfix nach, so dass ich zwischen zwei Idioten saß. Ein Blick zu Shriman –  ein wirklich böser Blick – ließ ihn wieder ruhig werden. Noch dazu bekam ich das Versprechen, dass Shriman nach dem Essen den Platz mit mir tauschen würde.

Gesagt getan. Wir quetschten uns aneinander vorbei und nun saß Shriman neben Mister Zappelman. Kaffee und Tee wurde serviert. Shriman lies sich einen schönen heißen Kaffee servieren. Mister Zappelman auch. Just ein paar Sekunden später hopste Shriman wie von der Tarantel gestochen hoch und jammerte: eiiii uahh eihhhh…………..

Mister Zappelman hatte seinen total heißen Kaffee über Shrimans frisch gewaschene Hose geschüttet. Und das war verdammt heiss. Die Flugbegleiter eilten sofort herbei mit Eis. Dem Schrei nach zu urteilen, den Shriman von sich lies, konnte ich mir denken das sein Oberschenkel mit Sicherheit knallrot war. So riss ich meinem Angetrauten mal einfach die Hose vom Leib. Naja ich tat das eher weniger dramatisch, ich fragte ihn zumindest zuvor, ob ich durfte. 😉 So kam es dann, dass Shriman mit bis zu den Knöcheln runter gelassenen Hosen im Flieger saß und ein Eisbeutel sein Oberschenkel drapierte. Mir fiel noch ein ihm eine Decke zu organisieren die er ums sich legen konnte. Es musste ja nicht jeder im Flieger sehen welche Farbe seine Unterhosen hatten. Einzig und allein Mister Zappelmann, dem auch ein ordentlicher Schreck durch sie Glieder rutschte, konnte das Anfangs sehen. Nach einer halben Stunde wurden Shrimans Gesichtszüge auch wieder normal und der Schmerz legte sich. Mister Zappelmann hingegen, der sich zwar tausend mal entschuldigte, fing nach einigen Minuten wieder seine Zappelei an.

In Istanbul übrigens mussten wir wegen verspäteten Ankommens unserer Maschine mehr als einen Zahn zulegen. Und so rannten wir, Shrimans Hose zierte einen schönen großen Kaffeefleck, aber er hatte die Hosen wieder an 🙂 , von einem Gate zu anderen um unseren Anschluss nach Kathmandu zu bekommen.

Übrigens wer jetzt denkt ich hätte so was geahnt, der täuscht sich, aber ein bissel war ich schon froh, dass nicht ich in Unterhosen im Flieger saß.

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