Startschuß

So nach fast 3 Wochen rumgammeln meinerseits, denn Shriman hatte ordentlich zu tun 😉 geht’s in paar Tagen los. Unsere ersten Gruppen kommen und das teilweise im zwei Tages Takt.

Deshalb haben wir auch gestern Abend ordentlich mit einem Geschäftsfreund aus Deutschland in einem Live Musik Club noch mal abgefeiert und dabei nicht mal ein 4,6 er Nachbeben mitbekommen. Gut so.

Wie immer, verspüre ich an den Tagen zuvor ein leichtes kribbeln. Viele neue Leute werden wir kennen lernen in den nächsten Wochen. Leute die mit ganz viel Erwartungen hier ankommen. Und denen wir natürlich DAS Abenteuer bieten wollen. Einige waren schon mal mit uns unterwegs und die erwarten sicher das der neue Trip den vergangenen noch einmal übertrifft, zumindest das er genauso super wird.

Die vielen kleinen Unwegsamkeiten, die sicher auch diese Saison auf uns warten und tief verborgen vor den Gästen von uns gemanagt werden müssen, werden auch diese Saison wieder aufregend werden lassen. Verantwortung die wir haben, für unsere Crews und Gäste, werden uns sicher auch erholsamen Schlaf rauben. So manch einer weiß nicht einzuschätzen, dass der Trip in die Berge ein Hochgebirgstrip ist und mit vielen Schwierigkeiten verbunden sein kann. Sei es Wettereinbrüche, Lawinen usw. Den Kunden dabei die Gefahr zu vermitteln aber auch keine Angst auf das bevorstehende zu machen ist schon ein Balance Akt.

Seit zwei Tagen geben sich Guides, Kooperationspartner und Accounting Manager die Klinke bei uns in die Hand und ich kann somit die Kunst des Nepali Tee Kochens verfeinern. Gerade jetzt sitzt solch eine illustre Männerrunde bei uns im Büro. Im Dunkeln, denn Strom ist dank eines Gewitters gerade ausgefallen. Gott allein weiß was sie alles bequatschen. J

Shriman wird auch diese Saison nicht in die Berge gehen. Erst heute hat er sich dazu entschlossen. Wir haben viele Gäste die in das Everest Gebiet reisen, was immer bedeutet: Lukla Flüge die oft wegen Schlecht Wetters gestrichen werden. Hotelbuchungen müssen geändert werden, im Ernstfall muss man sich dann auch an die Umbuchungen der internationalen Flüge Gedanken machen. Anschlussprogramme müssen um koordiniert werden. Gäste die krank werden eventuell aus dem Himalaya per Heli rauszubekommen. Das kann Shriman weitaus besser organisieren als ich. Er, der wirklich in jeder Ecke des Landes Beziehungen hat und für jede nur irgendwie erdenkliche Situation jemanden kennt, ist hier unabkömmlich.

Außerdem haben wir Tage an denen bis zu vier Termine anstehen. Beginnend 6 Uhr am Morgen Abholung am Airport, 9 Uhr Stadtbesichtigung, 14 Uhr Abholung am Bus Park und abends 22 Uhr eine neue Abholung am Airport. Das kann ich nicht alleine stämmen. Und unsere Devise ist, in Kathmandu ist immer einer von uns zweien, also den Chefs, da.

So werden die Zeiten wohl seltener werden an denen er ins Gebirge geht. Ob er damit klar kommt, wage ich zu bezweifeln, denn er liebt die Berge. Aber als Chef muss er nun mal an der Basis sein. Ich habe mir schon einiges an Wissen angeeignet, doch bin ich die welche den Kunden hier im Vordergrund bedient, während Shriman von hinten die Welle aufrollt. So wird ihm wohl in Zukunft die Möglichkeit genommen oft in die Berge zu gehen. Außer natürlich bei Gruppen großer Teilnehmer Anzahl oder spezielle Gäste.

Ich weiß auch, jetzt kommt die Zeit an der wir beide mit Sicherheit immer mal wieder aneinander ecken. Das ist normal, wenn deutsche Perfektion auf nepalesische Gelassenheit trifft. Wobei ich nicht sagen kann, dass Shriman gelassen ist. Ich kenne kaum ein Nepali der annähernd seinen Job so ernst nimmt wie er. Aber doch ist die Arbeitsorganisation oft für uns nicht so, wie wir uns das vorstellen. Ob es nun besser ist, mag ich nicht entscheiden. Ich weiß nur wir sind zwei Stur Köppe die ihren Willen dem anderen gegenüber gern durchsetzen möchten.

Doch die Erfahrung der letzten Jahre lehrt uns: wir haben Erfolg.

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2 Antworten zu Startschuß

  1. steinfisch schreibt:

    Wenig Stress und viele nette Gäste wünsche ich euch für die kommende Zeit!

    Herzlichst Ingrid

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