Wie das so ist

….die letzten zwei Wochen?

Nun wir haben im Moment 8 Gruppen vor Ort und sind, dies kann man so sagen, ausgelastet. Die letzten 5 Tage waren arbeitstechnisch kaum zu überbieten. Ich will ja nicht meckern, denn das ist gut so, aber es gab Tage da konnten wir an Schlaf kaum Zeit finden.

Ich habe mich vor der Saison gefragt: was wird wohl diesmal der knock out sein? Nun ich weiß es: die Lukla Flüge. Es zog sich wie ein roter Faden. Die vorerst letzte Gruppe nach Lukla, von den insgesamt 7 sind jetzt 6 in Lukla oder wieder zurück, hatte wieder das „Glück“ am Abend nach Stundenlangen ausharren am Flughafen, ins schöne kuschlige Bett anstatt der etwas ungemütlicheren Matratze im Himalaya nach Kathmandu zurück zu kommen. Dabei waren sie schon gestartet und hatten 15 Minuten des knapp 30 minütigen Fluges hinter sich, als der Pilot entschied es geht zurück. Unterwegs türmten sich Wolken auf, die per Sichtflug nicht mehr sicher zu durchfliegen waren. Gestern jedenfalls, klappte es dann doch mit einem Tag Verspätung. Das alles mag jetzt easy klingen, aber was an Organisation dahinter steckt ist schwer vorstellbar.

Kurzer Anruf des begleitenden Guides: wir kommen zurück. In nur etwa 20 Minuten muss ich in Thamel sein um die, sicher enttäuschen Gäste, aufzubauen. Während Shriman per Telefon neue Tickets für den nächsten Tag ordert. Hierbei kommt ihm zu Gute das er schon Jahre mit dem Flugbüro arbeitet und jeden kennt. Schließlich sind Lukla Flüge beliebt und ausgebucht während der Saison. Nebenbei noch im Hotel anrufen ob ein Zimmer frei ist, falls nicht muss schnell ein anderes organisiert werden. Die Leute sollen ja nicht noch Stunden warten. So ist es für mich, wie auch für die Gäste die es übrigens sehr wundert im positiven Sinne, sehr gut ihnen bei Rückankunft das Zimmer zu präsentieren und für den nächsten Tag die neue Abflugzeit zu nennen.

Bis jetzt haben es alle unserer Gäste gelassen aufgenommen, was bleibt ihnen auch anderes übrig. Ist ja besser sicher wieder daheim zu sein, als irgendwo mit dem Flieger am Berg zu kleben. Was wohl uch daran liegen mag, dass wir bei der Buchung der Gäste ausführlichst auf diese Problematik eingehen.

Glaubt mir, wir haben schon einiges hier von anderen Agenturen gehört. Was sogar so weit ging, dass Gäste auf den Flug bestanden, weil es stand ja so im Katalog. Fette Beschwerdebriefe wurden hinterher verfasst, natürlich mit Angaben von Geldrückgabe Summen. Begreift einer solche Leute? Wenn sie gern gegen einen Berg geschmettert werden möchten bitteschön. Aber sollensie doch bedenken, dass auch Guides und Crew ein Leben und Familie haben. Zum Glück sind die aller wenigsten so, aber es gibt sie.

Dann gibt es solche Tage an denen ausgerechnet mit der ersten Maschine und der letzten Maschine des Tages Gruppen in Nepal ankommen. Bedeutet von 5 Uhr Morgens bis 1 Uhr folgender Morgen, sind wir stand by Der Versuch Mittags etwa mal eine Stunde zu schlafen, scheitert klägichst, da im Minuten Takt das Handy klingelt und unsere Guides Informationen senden.  So wurde aus dem Kurzschlaf ein Trip zum Hotel um die Gruppe des gescheiterten Lukla Fluges zu empfangen. Während Shrimans Handy also Höchstleistungen zeigen musste, hatte ich die Lukla Gruppe und Neuankömmlinge die zum Manaslu möchten um mich herum, um beiden Gruppen die folgenden Tage zu erörtern. Besagten Tag, waren wir Nachts gegen 2 Uhr zu Hause. 4.30 Uhr klingelte mein Wecker, da ich 5 Uhr im Hotel sein musste um Gäste für den Mountainflug zum nationalen Flughafen bringen musste. Dort harrte ich dann 2 Stunden aus. Und wären die faszinierenden Berge die Gäste begeisterten, war ich auf der Suche nach Kaffee als Muntermacher. Am nationalen Airport hat man da keine Chance, da gibt’s nix. Also rüber marschiert zum internationalen Flughafen (10 Minuten Gehweg) und Kaffee mit Keksen verspeist.

Danach gab es noch eine kleine Besichtigung in Boudha, während der ich Mühe hatte meine Augen offen zu lassen. Die Gäste merken es zum Glück kaum, da Boudha fasziniert und deren ganzes Augenmerk auf das Leben rings um den Stupa gerichtet ist. Zurück in deren Hotel, machte ich mich auf den Heimweg um wenigstens mal zu duschen. (Shriman kämpft da schon wieder seine Schlachten an der Bürokratie Front). Noch einmal zum Buspark um Gäste die vom Rafting kommen abzuholen. Aber dann war Feierabend und das Bett war meine erste Anlaufstation. ann gibt es da noch die kleinen Zwischenfälle:

  • Kunden vergessen Dinge in den Autos, also nachforschen und wieder besorgen
  • Kreditkarten gehen nicht, da sie von den Hausbanken gesperrt wurden (Vorsichtsmaßnahmen der Banken, da Abhebungen aus ungewöhnlichen Ländern kamen) also den Leuten helfen Kontakt zu den Banken in der Heimat aufzunehmen
  • Gäste die krank sind und eventuell ärztlich versorgt werden müssen
  • Gäste die sich irgendwo in der Stadt verlaufen haben (wir statten sie alle mit unseren Nummern und nepalesischer SIM aus)
  • und noch so einiges

Es sind nicht alle Tage so d beschweren möchte ich mich erst recht nicht. Besser so, als keine Gruppen. 🙂 Jetzt ist auch etwas Ruhe eingekehrt. 4 Gruppen sind wieder zu Hause und 4 Gruppen sind im Gebirge, so dass uns hier etwa Zeit bleibt Vorbereitungen auf die noch kommenden Gruppen zu treffen. Wie etwa unser neues Büro einzurichten. Dazu später mehr.

 

 

 

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