Hände weg von meinen Fischdosen

Wer mich kennt, weiß ich esse gern ein Happen und habe auch ein Problem bei langer Zeit weg vom deutschen Futter, quasi dann in Nepal, zu existieren. Deshalb ist dann auch unser reichlich großes Gepäck vollgespickt mit Dingen wie: Brotbackmischungen, Käse, Wurst, Bratwurst, Maggi Suppen usw. usw. – Und eben auch Fischdosen!

Wo wir wieder beim Thema sind – wir sind auf dem Weg nach Nepal. Just in dem Moment machen wir es uns gerade in der Lounge in Istanbul gemütlich, schnappulieren türkische Köstlichkeiten und warten, warten, warten auf den Weiterflug in 7 Stunden.

Die letzten Tage war noch mal ordentlich was angesagt, auch wenn wir beide schon Urlaub hatten. Unseren ersten EIGENEN Nepalvortrag haben wir gehalten. Bis jetzt waren wir immer „nur“ Gastredner bei anderen. Dafür hat es einiges an Vorbereitung gebraucht. Eine schöner Power Point Präsentation wurde erstellt. Passende Bilder mussten rausgesucht werden und ein Beamer plus Wand wurde angeschafft. Da wir das jetzt öfters mal brauchen, haben wir gleich unser eigenes gekauft.

Der Tag X war dann schon was aufregend. Würden genügend Leute kommen? Hören sie auch zu? Wie stellen wir uns an?

Es lief alles zu unserer vollsten Zufriedenheit und passte bis auf den Punkt. Wobei Shriman da noch lockerer drauf war als ich, die eigentlich gerne quasselt, aber irgendwie anfangs bissel unlocker war 😉

Wir düsten dann noch einen Tag später nach Dresden und holten einen Messestand ab, den wir dort günstig kaufen konnten. Der steht jetzt bis zum ersten Einsatz in Mamas Keller. Unsere Kataloge sind auch endlich nach vielen nötigen Änderungen fertig geworden. Wer gern einen haben möchte, sende eine Mail an obige Adresse. (Kann aber erst im Mai den Katalog senden, wenn wir wieder in Deutschland sind).

Naja und um wieder auf die Fischdosen zu kommen, hatten wir noch einiges zu packen. Ich habe da so meine Methode, die Shriman zwar doof findet, weil ihm zu kompliziert. Da ich jedes mal gut damit fahre, lass ich mir da mein Konzept jedoch nicht madig machen. Doch fast 100 zu verpacken, hat schon was.

natürlich ist das meiste Mitbringsel und Hilfsgüter, aber eben auch bissel deutsches Food. Kleidung haben wir ja in Kathmandu.

Ich hatte irgendwie alles voll und fand im Schrank noch zwei Fischdosen. Ach ja, die memmer glei mit, mal zwischendurch eine gute Idee. Leider hatten unsere Security Beamten am Flughafen ein Problem damit.

Nein nicht weil es ein Lebensmittel ist, sondern weil – und jetzt mal ehrlich, ich bekam bald einen Lachanfall über solch vollkommen überspitzte bekoloppte Theorie  – man rätselte, weil es ist ja Flüssigkeit in der Dose (wir erinnern uns: nicht mehr als 100ml in einer Flasche) – ob ich das nun einfach so mitnehmen darf oder gar in einen durchsichtigen Beutel ausschütten müsse? Im Ernst, man nahm die Zusammenstellung der Fischdose genaustens unter die Lupe und meinte: bei 120 Gramm Fleischeinlage ist der prozentuale Anteil an Flüssigkeit nicht zu hoch. mal ehrlich……ach nee ich lass es lieber. Ich möchte den Angestellten dort nicht zu Nahe treten. Ich hielt auch meinen Mund und Gedanken sind frei. Aber ich weiß jetzt und das vergesse ich bestimmt nicht so schnell, dass eine normale Fischdose 120 Gramm Fleischeinlage hat. Und das muss Mensch wissen.

Die Security war noch nicht fertig mit mir/uns. Es war sehr leer beim Security check und man hatte wohl viel Zeit. Als nächstes, ich war noch im Freudentaumel über meinen geretteten Fisch Dosen, wurde ich abgeführt 😉

So sie kontrolliere ich heute mal auf Sprengstoff. Klang jetzt aus dem Mund der Dame so als: och ich habe nix zu tun, zeig ich doch mal wer hier der „Boss“ ist. Im Ernst, ich habe nichts gegen Sicherheit und Kontrollen, bei weiten nicht, aber ich bin oft geflogen und ich kann sagen, man hatte es heute morgen extremst übertrieben.

Die gute Dame kam mit ihrem Papierchen, was man nutzt um Sprengstoff Spuren zu finden und tastete alles in meinem Handkoffer, Laptop Tasche und rings um meinen Körper ab. Ich bekam ja schon Angst vor mich selber!

Natürlich ist das gefährlichste was man bei mir fand nach wie vor die zwei Fischdosen. 😉 Aber einen Augenblick stufte ich mich selbst als äusserst gefährlich ein 😉

Shriman hingegen hatte den Handkoffer mit dem durchsichtigen Beutel der Flüssigkeiten. 2 kleine Flaschen Insulin, was ich einer deutschen Freundin in Nepal mitbringe, da sie es benötigt, war verdächtig. (Ich habe natürlich eine Bestätigung des Arztes dabei gehabt). Jedenfalls wusste Shriman nicht was sie meinten und säuselte nur: das hat alles meine Frau gepackt, ich weiss nicht was da drin ist 🙂 So rief er mich, die gerade peinlichst nach Sprengstoff kontrolliert wurde über paar Ecken an und teilte mir mit, ich solle doch den Leuten sagen was da drin ist.

So nun weiss der ganze Flughafen das K aus Kathmandu dringend neues Insulin braucht. Aber was solls, ich habe meine Fischdosen 🙂

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Warum ’ne Uhr ’ne Uhr ist?

Warum ’ne Uhr ’ne Uhr ist oder ich Erkundungen bis zur schönen Schweiz machen musste, um heraus zu bekommen wie ich auf der Uhr die richtige Zeit mir anzeigen lassen kann, beschreiben folgende Zeilen…..

Shriman und ich sind dabei ein neues Projekt zu planen. Wann es denn soweit sein soll und um was es sich überhaupt dreht, muss ich erst mal für mich behalten 😉 und dafür brauchst halt auch eine gute Uhr.

Jedenfalls hatte Shriman Geburtstag, der geeignete Plan einen Teil neuen Equipments zu verschenken. Eine Uhr wünschte er sich. Eine von den Neuen, die fast alles können außer waschen.

Da wären zum einen ein natürlich ein GPS-Empfänger mit schneller GPS-Erfassung, ein barometrischer Höhenmesser, Kompass, erweiterte Fitnessfunktionen wie Erholungsratgeber, Laufeffizienz und Lauf-Prognose, Verbindung zum Smartphone / iPhone, vielfältige Navigationsfunktionen mit Wegpunkt-, Track- und Routennavigation. Kurz gesagt nennt man das heut zu Tage eine – GPS- Multisport Uhr mit intuitiver Bedienung. 😉

Vorrangig für mich und man kann mich da ruhig altmodisch nennen, ist das mir die Uhr die nicht gerade billig ist, die genaue Uhrzeit anzeigt.

Der Tag des Geburtstages kam, Mutti und ich haben uns zusammen geschmissen um Ahriman sein neues Uhr Abenteuer zu sponsern. Und da ich weiß die Schweiz ist nicht nur bekannt für Schokolade und Käse, sondern auch für gute Uhren machte ich mich auf die Suche im Internet für solch ein „Traumteil“ was auch irgendwie bezahlbar ist.

Und wir wurden fündig.

Geschmeidig liess Shriman an seinem Geburtstag das Papier vom großen Karton mit einer zuckersüßen Grinse Schnute abgleiten und hervor kam das Schmuckstück.

Der Teil war recht einfach. Schwieriger wurde es, als es hieß das Teil zu testen. Es ist ja toll, dass ich mich nun nie mehr verlaufen kann im Großstadtdschungel, wenn Ahriman dabei ist und er, wie gesagt außer waschen alles mit der Uhr machen kann: aber warum zum Teufel zeigte die Uhr die Zeit immer um 10 Minuten zeitversetzt, also später in dem Fall an? Ich testete alles. Stellt die Zeitzone manuell ein – nix, stellte als Zeitzone Deutschland ein – nix, stellte gar keine Zeitzone ein – nix. Ich forstete mich durch Foren, versuchte ein Update – alles half nix. Ich ging sogar so weit, dass ich mich bei minus 11 Grad auf den Balkon stellte, die Uhr gen Himmel hielt – in der Hoffnung er findet den richtigen Satelliten um sich selbst einzustellen. Alles half nichts.

Shrimans trauriges Gesicht, was so Technik ist ist eher mein Dings, ließ mich veranlassen bei der Hotline der Schweiz anzurufen und um Hilfe zu bitten. Doch wahrscheinlich waren an diesem Tag viele so verzweifelt, denn immer war besetzt. So schrieben wir. Und siehe da, wir bekamen eine Antwort.

Wir sollten nur einmal eine der Aktivitäten starten – ich sag doch man kann alles mit der Uhr machen – und die Zeit aktualisiert sich. Doch da war ich schon raus aus der Geschichte. Den letzten Teil erledigten dann Ahriman und ein Familien Mitglied.

Ahriman an jedem Tag, als seine Uhr endlich richtig ging, strahlte und meinte: der Ar. hat es hinbekommen, toll na? Na toll, dachte ich und meine Vorarbeit? 😉

Jedenfalls kann man jetzt auch die Uhrzeit ablesen. Welch Wunder 😉

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Irgendwie scheint es doch kein Ende zu finden

Vor einigen Monaten, ich berichtete darüber, war es endlich vollbracht. Wir dachten so schnell nicht wider mit der Ausländer Behörde zu tun zu bekommen. Shriman bekam seinen Aufenthalt unbefristet. Jahre, an denen wir viele Nerven verloren,sollten endlich vorbei sein.

Wir konnten leider seine Aufenthaltskarte vor unserer Abreise nicht abholen, da diese bei der Bundesdruckerei einiges an Zeit beanspruchte. So bekam er einen einstweiligen Visa Sticker in den Pass. Damit konnte er dann wieder in Deutschland einreisen.

Für uns bedeutete das: noch einmal nach unserer Ankunft zur Behörde gehen, bezahlen und abholen. Dann hätten wir 9 Jahre Ruhe bis Shriman einen neuen Pass braucht und der registriert werden muss. So dachten wir.

Noch am gleichen Tag unserer Ankunft aus Kathmandu, mit unserem gesamten Gepäck, was in Muttis Auto lag, sind wir zur Behörde. Quasi hatten wir einen Anfahrtsweg von 8000 Kilometern. 😉 Nun ja wir hatten genügend Zeit zu verschnaufen, denn unter 2 Stunden Wartezeit, geht da nix im Moment.

Warum wir nicht am folgenden Tag hin sind? Wir erreichten Deutschland an einem Donnerstag. Freitag sind die Behörden zu. Montags wollte Shriman wieder arbeiten und jener Sticker im Pass, dient der Einreise, aber nicht einer Arbeitserlaubnis. So mussten wir an diesem Donnerstag noch hin.

Es lief dann auch alles soweit, bis der Beamte meinte Shrimans Pass zur Überprüfung ein zuziehen. Jetzt schellten meine Alarmglocken.

Man wollte uns keinen Grund nennen. Anders als die Jahre zuvor, an denen ich einige Dinge schlucken musste was bis dahin ging, dass man mir unterstellte mich bezahlen zu lassen für die Heirat, wollte ich diesbezüglich mich nicht einfach abspeisen lassen. Ja ich weiß es ging nicht um mich, aber Shriman hätte sich nicht getraut etwas zu fragen. Ist ja auch irgendwie verständlich. So fragte ich nach und musste dabei auch deutlich werden, um eine Antwort zu bekommen. Es gäbe Unregelmässigkeiten bei dem Pass. Wir waren wie vor den Kopf gestoßen. Wieder ein Versuch die ganze Sache etwas schwerer zu machen?

Den Pass hatte Shriman vor über einem Jahr bei seiner Botschaft in Berlin ausstellen lassen und mit dem waren wir schon zweimal in Deutschland eingereist. Was also sollte das? Der Pass ist das wichtigste Dokument, es ist die eigene Identität und den gibt man nicht so einfach her. Auch wenn wir wussten, wir hatten nichts kriminelles getan, fühlten wir uns so.

Heute nun bekamen wir endlich die Nachricht, er könne seinen Pass wieder abholen. Es mag für viele Leser eine Lappalie sein und man denkt eventuell, wir sollen uns nicht so haben. Aber nach den vielen Erfahrungen die wir machen mussten, ist jedes noch so kleine Detail, was von der Normalität abweicht, keine Lappalie.

Und wenn man denkt, nun ist alles ok, Shriman hat alles geregelt bekommen in Deutschland, dann ist dem so. Jedoch nur in Deutschland. Denn Nepal fängt jetzt auch an die Dinge etwas amüsanter zu gestalten.

Ich bekomme als verheiratete Frau mit einem nepalesischen Staatsbürger, auch ein sogenanntes Mariage Visum (Heiratsvisum) in Nepal. Was bedeutet ich kann mich das ganze Jahr in Nepal aufhalten mit einem Residentel Visa. Normal sind 150 Tage als Tourist. Dies allerdings muss immer nach einem ablaufenden Jahr erneuert werden. Dafür müssen Shriman und ich gemeinsam ins Immigration in Kathmandu gehen und den entsprechenden Antrag stellen. Dazu muss Shriman seine Fingerabdrücke geben und damit bekräftigen, ja wir sind noch verheiratet.

Die ersten 2 Jahre lief das alles ganz anstandslos. Schliesslich sind damit auch gute Devisen Einnahmen verbunden. So ein Jahres Visa kostet uns 180 Dollar multiple entry (mehrmalige Einreise innerhalb eines Jahres)

Wenn mann bedenkt, dass Shrimans Aufenthaltskarte in Deutschland für 10 Jahre 175 Euro kostet und mein Visa für 10 Jahre 1800 Dollar kostet kann man schon verwundert darüber sein, wieso Gebühren bei Behörden in einem Entwicklungsland so viel teurer sind.

Jedenfalls waren wir im September im Immigration, da meine Verlängerung wieder fällig war. Doch diesmal mussten wir in ein Extra Zimmer zu einem höheren Beamten. Dort wurde ich befragt wer Shriman ist. Und Shriman musste meinen Namen sagen und er wurde befragt ob er immer mit mir mit nach Deutschland reist. Einfach lächerlich diese ganze Chose. Anhand seines Passes konnte jeder nachvollziehen dass er regelmässig mit mir das Land verlässt. Mir ging es nicht um die Fragen. Mir ging es einfach darum mich wieder und wieder beweisen zu müssen. Ich weiß der Beamte verstand mit Sicherheit kein Deutsch, so konnte ich Shriman gegenüber im Beisein des Beamten, mir Luft machen, was ich von dem ganzen Mist halte.

Es ist schon lustig, dass man vor Jahren mir unterstellte Shriman hat mich bezahlt und nun mir unterstellt ich hätte ihn bezahlt. Ich bin nicht so naiv um nicht zu wissen, dass es so was gibt. Aber es nervt schon, wenn man ehrlich ist, aber der Versuch gestartet wird uns zu den Unehrlichen zu schieben.

Jetzt fragt man sch vielleicht wieso Nepals Beamte annehmen, man wolle sich in eins der ärmsten Länder der Welt einschmuggeln? Kein Witz, in den letzten Jahren gab es so einige Europäer und Menschen aus anderen westlichen/reichen Ländern, die sich in Nepal ins gemachte Netzt setzen wollten und dort ihren Alltag verbringen wollen. Es gibts auch Nepal seitens einen Heirats Tourismus.

Vor einigen Jahren, als wir begonnen uns den Behörden zu stellen um zu heiraten haben wir Dinge erlebt die für mich, auch Jahre danach, noch sehr enttäuschend waren. Damals brachten mich diese Angelegenheiten dazu , meine Zelte für einige Zeit in Deutschland abzubrechen und für ein Jahr nach Nepal zu gehen. Im Nachhinein eine meiner besten Entscheidungen.

Eine Freundin sagte damals zu mir: es wird der Tag kommen an dem ihr darüber lachen könnt.

Nun wir sind um einiges ruhiger geworden was Behördenkram angeht. Man wächst mit seinen Aufgaben und man lernt damit umzugehen. Man lernt wann es besser ist freundlich zu bleiben, aber auch wenn ein passendes ernstes Wort angebracht ist. Aber so richtig lachen kann ich nicht darüber. Noch nicht.

In dem Sinne allen meinen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr. Und einen Dank für 5 Jahre Treue hier. 🙂

 

 

 

 

 

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Werbung in eigener Sache

Eigentlich sind der Blog hier und unsere Agentur in Nepal zwei paar verschiedene Schuhe. Aber heute gibt’s mal Werbung in eigener Sache.

Wer möchte gern mal in das Land von dem ich regelmäßig schreibe? Vielleicht seit Ihr allein und möchtet Euch einer Gruppe anschließen?

Wir haben da ein paar Termine an denen wir noch Leute suchen.

  • Zum Ama Dablam & Everest Basis Lager
  • Reise Termin:      25.03.2017 – 11.04.2017  ab/bis Kathmandu
  • Gruppengröße:    max. 4 Teilnehmer / 3 Plätze sind noch frei!
  • Bei 4 Teilnehmern p.P. 1540 Euro im DZ

 

  • Khopra Danda & Poon Hill Treck
  • Reise Termin:      15.03.2017  –  31.03.2017  ab/bis Kathmandu
  • Gruppengröße:     max. 6 Teilnehmer / 4 Plätze sind noch frei!
  • Bei 4 Teilnehmern p.P. 1190 Euro im DZ
  • Bei 6 Teilnehmern p. P. 1160 Euro im DZ

Vielleicht hat jemand Interesse. Dann meldet Euch bei:

1basundhara@googlemail.com

 

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