Werbung in eigener Sache

Eigentlich sind der Blog hier und unsere Agentur in Nepal zwei paar verschiedene Schuhe. Aber heute gibt’s mal Werbung in eigener Sache.

Wer möchte gern mal in das Land von dem ich regelmäßig schreibe? Vielleicht seit Ihr allein und möchtet Euch einer Gruppe anschließen?

Wir haben da ein paar Termine an denen wir noch Leute suchen.

  • Zum Ama Dablam & Everest Basis Lager
  • Reise Termin:      25.03.2017 – 11.04.2017  ab/bis Kathmandu
  • Gruppengröße:    max. 4 Teilnehmer / 3 Plätze sind noch frei!
  • Bei 4 Teilnehmern p.P. 1540 Euro im DZ

 

  • Khopra Danda & Poon Hill Treck
  • Reise Termin:      15.03.2017  –  31.03.2017  ab/bis Kathmandu
  • Gruppengröße:     max. 6 Teilnehmer / 4 Plätze sind noch frei!
  • Bei 4 Teilnehmern p.P. 1190 Euro im DZ
  • Bei 6 Teilnehmern p. P. 1160 Euro im DZ

Vielleicht hat jemand Interesse. Dann meldet Euch bei:

1basundhara@googlemail.com

 

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Das muss mal gesagt werden

Juhu, lange nichts geschrieben. 🙂 Liegt daran, dass wir wieder „Daheim“ sind.

Kennt Ihr das auch, die Menschen werden irgendwie immer wortkarger. Das nervt. Gut das nepalesische Geplapper, ab und an auch mal pausenlos, kann auch nerven. Aber irgendwie ist mir aufgefallen, dass immer mehr Deutsche immer weniger ein normal geführtes Gespräch führen möchten. Liegt es an der wenigen Zeit hier?

Ich bin ja nun mal wieder arbeiten. Da schon allein die Krankenversicherung einen großen Teil unserer Einnahmen in Nepal auffressen würden, muss ich hier immer noch meine Brötchen verdienen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und der es nicht weiß, dem sei verraten ich arbeite in einer Bäckerei. Uiiii ganz böse für meine Hüften 😉

Dort erlebe ich es immer wieder. Und meist sind es die älteren Herrschaften, von denen man doch annimmt oder die von sich annehmen, sie haben noch die „gute alte Erziehung“ genossen. Nein stimmt nicht und ich habe Beweise.

Schönen guten Tag, was….(darf ich ihnen denn anbieten – lag mir auf der Zunge) ich kam nur bis Schö….. da fällt mir doch ein sehr gut gekleideter und sicher auch mit guter alter deutscher Erziehung groß gewordener Mann, ins Wort: BROT!

Mhh ja klar, in ’ner Bäckerei gibt’s Brot und da sind sie auch hier ganz richtig. Damit wir uns richtig verstehen, dies sind dann jeweils meine Gedanken, nebst – Idiot- Sorry. 😉

Oder aber.

Ab und an vertreibt mein AG über die hiesige Zeitung kleine Coupons, wo es dann auch mal ’ne Semmel umsonst gibt.

Da gibt es die lieben Mitbürger die am Morgen mit schön ausgeschnittenen Coupons kommen und sich freuen mal was umsonst zu bekommen. Ein kurzer Schwatz nebenbei, ein Lächeln und schon ist ein Mensch ein klein wenig glücklicher.

Aber einige unserer älteren Mitbürger, wieder mal ;), denken sicher mit Kauf der Zeitung inklusive Coupon haben sie auch gleich meine Arbeitskraft mit erworben. Liebe ältere Leute, dem ist nicht so! (Bitte davon ausgehen, dass ich nur extrem Exemplare dieser Spezies beschreibe, es gibt durchaus auch viele sehr nette Rentner) 🙂

Jedenfalls wird mir da auch schon mal die komplette Zeitung auf’n Tresen geknallt und genuschelt…..issn Gutschein drin. Ja wie schön für sie 😉 Da noch etwa 10 Leute morgens in der Schlange stehen und auch schnell wieder raus wollen, würden sie sich sicher freuen, wenn ich erst mal zur Schere greife und genüsslich in der Zeitung blättere um jenen Coupon zu finden. Klasse, meine Begeisterung ist grenzenlos.

Am beliebtesten bei uns 😉 sind die Vordrängler. Die kommen oft am Nachmittag gemeinsam mit dem noch arbeitenden Volk. Die stehen geduldig an und warten bis sie an der Reihe sind. Richtig geraten, nicht einige unserer älteren Mitbürger. Nicht jetzt das ich kein Mitgefühl habe für ältere Menschen die vielleicht auch nicht mehr gut zu Fuss sind, da nehme ich sie schon eher dran. Aber die welche einfach beim Betreten des Geschäftes ohne nur eine klitzekleine Sekunde zu warten mich liebevoll nach irgendwelchen Brötchen usw. fragen und die anderen beiseite drängeln – diese beglücke ich dann schon mal mit einem weniger liebevollen Blick.

Bitte wo ist das Problem einfach mal zu grüßen und ganze Sätze zu bilden?

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Es geht zurück

Wir genießen gerade die letzten wärmenden Sonnenstrahlen auf dem Balkon in Kathmandu. Ab Morgen Abend, wenn wir wieder in Deutschland sind bis Februar, wird’s sicher kälter sein.

Morgen Mittag fliegen wir, erst nach Istanbul und weiter nach Berlin. Da wir erst spät abends ankommen übernachten wir bei einer Freundin, die ich aus Kathmandu kenne und am nächsten Morgen geht’s dann Richtung Heimat.

Die letzte Woche, nachdem uns unsere letzten Gäste verlassen hatten, hatten es noch einmal in sich. Vieles musste vor unserer Abreise für die neue Saison vorbereitet werden. Und, dies hatte ich noch gar nicht erwähnt, wir haben unser neues Büro in Thamel endlich fertig eingerichtet bekommen. Da wir nun auch einiges an Gruppen haben, was in nicht Hochsaison Zeiten kommt, brauchten wir unbedingt ein Team und Büroarbeiter in Kathmandu, die für uns alles regeln, wenn wir weg sind. M.S., ein guter Freund Shrimans ist nun unser Partner vor Ort, wenn wir ausserhalb Nepals sind.

Wir haben lange überlegt wie wir es am besten machen. Auf der einen Seite haben wir wirklich 3 Jahre hart gearbeitet für unsere Agentur. Nicht nur in Nepal sondern auch in Deutschland um Geld zu verdienen, da doppelte Kosten (Wohnung usw.) sowie unsere Flüge abgedeckt werden mussten. Wir haben auf vieles verzichtet. Und jetzt sollten/wollten/mussten wir uns nun einen Partner in Kathmandu mit ins Boot holen? Auf der anderen Seite, hätten wir einen normalen Arbeiter eingestellt, mal davon abgesehen das dieser hätte im Büro sowie im Trekking Business Ahnung haben müsste, was hätte er denn gemacht wen wir nicht da sind? So ein Mitarbeiter hätte sehr viel gekostet und davon mal abgesehen, wie heisst es denn so schön? Ist der Chef nicht da tanzen die Mäuse auf dem Tisch.

Wir finden es die bessere Variante wie wir es gemacht haben. Shriman kennt M.S. schon sehr lange. Auch er hat begonnen bei Null, als Träger und kommt aus gleichen Verhältnissen wie Shriman. (Ich kenne ihn auch 😉 ). Und er ist sogar noch dazu lizensierter Bergsteiger und war schon fast auf 8000 Metern. Für uns hatte er auch schon einige Gruppen geführt. Er selbst hat viele Verbindungen nach Österreich und dort leben ja bekanntlich auch viele Wander Begeisterte. Also bringt er auch was mit ins Boot.

So, denken wir, wird das in Zukunft besser sein.

Doch jetzt geht’s erst mal Heim zu frischer Luft und deutschem Essen.

 

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Sie wehen wieder..

…die Gebetsfahnen wehen wieder an dem Stupa in Boudanath. Was bedeutet: sie ist fertig.

Boudha ist eine der Top Destination in Kathmandu, nicht nur für Touristen auch für die Nepalesen. Boudhanath ist ein Bezirk. Meist Exil Tibeter und vor allem Buddhisten leben hier. Der Stupa ist Dreh und Angelpunkt.

Es liegt noch so viel im Argen hier. Von der Regierung ist bis heute, anderthalb Jahre nach dem Beben, nichts zu erwarten. Den meisten denen geholfen werden konnte haben private Spenden, so wie wir damals und noch viele Millionen andere auf der Welt, geholfen. Tempel, historische Plätze, uralte noch gut erhaltene Häuser, sind verschwunden oder sehr stark zerstört. Mir krampft’s jedes mal das Herz , wenn ich über den Durbar Squaere oder durch Bhaktapur gehe. Da passiert so gut wie nichts. Mit Pfeilern abgestützt, der Schutt zusammen gekehrt und ein Schild – Dangerous area- das war es.

Boudha wurde nur aus rein privaten Spenden von tausenden Buddhisten aus aller Welt neu errichtet. Die neue „Kuppel“ wo Buddhas Augen sind, umfasst 45 Kilo reines Gold. Davon hat den größten Teil ein hoher Lama aus Butan bezahlt, einen anderen Teil Klöster aus aller Welt und die Exil Tibeter die in Nepal leben.

Ich konnte im Laufe der zeit sehen wie fleissig daran gearbeitet wurde und wie es vorwärts ging. Es geht den Leuten die in Kathmandu leben nicht darum, dass eventuell weniger Touristen gekommen wären, denn die kamen trotz dessen. Es geht ihnen darum „ihrem Buddha“ wieder ein Heim zu geben.

Nebenbei, viele Götter haben ihr Heim verloren, so sprachen die Nepalis, nach dem Beben, weil viele Tempel kaputt gegangen sind. Heute habe ich erfahren, dass der Eintritt im Durbar  Square in Kathmandu wieder um 250 NPR erhöht wurde. Jetzt kostet das 1250 NPR, etwa 12 Euro. Und das ist, mit Verlaub gesagt, eine bodenlose Frechheit. Vor dem Beben kostete es 750 und jetzt fast das doppelte. Und nichts gut erkennbares ist passiert.

Doch wieder zu Boudha. Wir wissen sehr gut, nicht weit vom Stupa entfernt leben noch immer Opfer in Zelten. Hier ein Bericht. Und gestern wurden in Boudha Hunderttausende von Euro ausgegeben für eine Wahnsinns Einweihungs Zeremonie die die nächsten 3 Tage anhält. Angesichts solcher Summen fragt man sich, warum dann so viel für den Stupa gespendet wurde und nicht den Leuten dort? Ich weiß es nicht.

Shriman und ich waren gestern auch dort und wir trafen viele unserer Freunde und Kollegen. Fast alle haben in ihren Heimatdörfern Opfer zu beklagen gehabt. Und es fehlt noch an allen Ecken und Kanten. Aber auch sie waren gestern da um den Stupa zu „feiern“. Ich will damit sagen, Hundert Tausende freuen sich über Boudha und das brachen sie auch zum Ausdruck.

Ich war gestern egoistisch. Ich dachte nicht an die Opfer in den Zelten, ich dachte nicht an alles schlimme, was man auf Kathmandus Strassen sieht. Ich dachte einzig und allein an mich.

Denn wir waren da als der Stupa kaputt ging. Monatelanges Trauma, mit Erschrecken bei ungewohnten Geräuschen oder aber auch der Drang wegzurennen, wenn irgendetwas anders war als normal, sind mit den Aufbauarbeiten des Stupas Stück für Stück auch für mich Vergangenheit geworden.

Für mich war das gestern wie ein Schlussstrich. Der Schauer der mir beim Anblick des neu restaurierten Stupa über den Rücken lief, war Abschluss und Neubeginn für mich.

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